Medienbildung
Medienbildung ist ein zentraler Bestandteil zeitgemäßer Lehrkräftebildung, denn sie ist eng mit den Lebenswelten von Schülerinnen und Schülern verknüpft. Kinder und Jugendliche wachsen in einer digital geprägten Gesellschaft auf, in der Informationen jederzeit verfügbar sind, soziale Interaktion zunehmend online stattfindet und Medien maßgeblich zur Meinungsbildung beitragen. Lehrkräfte stehen daher vor der Aufgabe, nicht nur Fachinhalte zu vermitteln, sondern auch Kompetenzen im kritischen, reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit Medien zu fördern.
Eine fundierte Medienbildung in der Lehrkräftebildung ist notwendig, damit angehende Lehrkräfte selbst medienkompetent handeln können. Dazu gehört, digitale Werkzeuge didaktisch sinnvoll einzusetzen, Lernprozesse zu individualisieren und neue Formen des kollaborativen Arbeitens zu ermöglichen. Gleichzeitig müssen Lehrkräfte in der Lage sein, Risiken wie Desinformation, Cybermobbing oder Datenschutzprobleme zu erkennen und im Unterricht zu thematisieren. Ohne entsprechende Ausbildung besteht die Gefahr, dass Medien entweder unreflektiert eingesetzt oder ganz vermieden werden – beides wird den Anforderungen einer digitalen Gesellschaft nicht gerecht.
Medienbildung ist somit keine Zusatzaufgabe, sondern eine grundlegende Voraussetzung professionellen Lehrerhandelns. Sie befähigt Lehrkräfte, Unterricht zeitgemäß zu gestalten und Schülerinnen und Schüler auf ein selbstbestimmtes Leben in einer digitalisierten Welt vorzubereiten.
Im Rahmen der Professional School of Education haben Studierende der Partnerhochschulen die Möglichkeit, ihre Kompetenzen im Bereich Medienbildung zu erweitern.