Mit über 40 Teilnehmenden war der Workshop „Das ist doch meine Meinung!“ – und jetzt? Wie neutral müssen Lehrkräfte denn nun sein und was bedeutet Haltung zeigen? am 10. Juli 2026 ein voller Erfolg.

Das halbtägige Angebot der PSE Stuttgart-Ludwigsburg im Rahmen des PSE-Querschnittsthemas Demokratiebildung richtete sich an Lehramtsstudierende, Referendar:innen und Lehrpersonen aller Schularten. Die hohe Teilnehmerzahl unterstrich die Aktualität des Themas und das große Interesse an Orientierung und Handlungssicherheit im Umgang mit kontroversen gesellschaftlichen und demokratiebezogenen Fragestellungen im Schulalltag.

Ausgangspunkt des Workshops war die Beobachtung, dass Aussagen wie „Das ist meine Meinung, das müssen Sie akzeptieren!“ oder „Das ist doch alles nur politische Korrektheit!“ längst nicht mehr ausschließlich im Politikunterricht fallen. Politische Emotionen, kontroverse Debatten und demokratiefeindliche Provokationen begegnen Lehrkräften heute in nahezu allen schulischen Kontexten – im Fachunterricht ebenso wie auf dem Pausenhof. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Lehrkräfte in kontroversen Situationen professionell und rechtssicher handeln können. Gemeinsam wurde diskutiert, wie sie Haltung für demokratische Grundwerte zeigen, dabei den Anforderungen des Beutelsbacher Konsenses gerecht werden und kontroverse Situationen als Lerngelegenheiten nutzen können

Nach der Begrüßung eröffnete ein interaktives Warm-up den Workshop. Die Teilnehmenden tauschten sich über eigene Erfahrungen mit kontroversen Situationen im Schulalltag aus und schufen damit eine gemeinsame Grundlage für die weitere Arbeit.

Im anschließenden Fachimpuls führte Prof. Dr. Martin Kenner in die Entstehung und Bedeutung des Beutelsbacher Konsenses ein. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere das Überwältigungsverbot und das Kontroversitätsgebot als zentrale Orientierungen für professionelles Handeln im schulischen Kontext.

Den Schwerpunkt des Workshops bildeten zwei vertiefende Arbeitsphasen unter der Leitung von Prof. Dr. Florian Weber-Stein, Dr. Helmut Däuble und Tom Meier. Bereits im Vorfeld hatten die Teilnehmenden eigene Praxisbeispiele und herausfordernde Situationen aus ihrem Schulalltag eingereicht, die gezielt in die Workshops integriert wurden. In Kleingruppen diskutierten sie zunächst den professionellen Umgang mit eigenen politischen Überzeugungen im Spannungsfeld des Überwältigungsverbots. Anschließend wurde anhand authentischer Fallbeispiele ausgelotet, welche Positionen im Unterricht kontrovers behandelt werden können und wo dort Grenzen erreicht sind, wo demokratische Grundwerte infrage gestellt werden. Gemeinsam entwickelten die Gruppen Handlungsmöglichkeiten für einen professionellen Umgang mit herausfordernden Unterrichtssituationen.

In der abschließenden Reflexion wurden die Ergebnisse zusammengeführt und auf den schulischen Alltag übertragen. Dabei diskutierten die Teilnehmenden konkrete Strategien für den Umgang mit kontroversen Debatten und reflektierten ihre professionelle Rolle bei der Gestaltung einer demokratischen Schulkultur.

Die durchweg positive Resonanz zeigte den hohen Bedarf an praxisnahen Fortbildungsformaten zu Demokratiebildung. Besonders hervorgehoben wurden die gelungene Verbindung wissenschaftlicher Grundlagen mit authentischen Fallbeispielen sowie der intensive kollegiale Austausch zwischen Studierenden, Referendar:innen und erfahrenen Lehrkräften. Eine Wiederholung des Workshopangebots ist für Januar 2027 geplant.

Großes Interesse am PSE-Workshop zur Demokratiebildung

Mit über 40 Teilnehmenden stieß der Workshop „Das ist doch meine Meinung!“ – und jetzt? Wie neutral müssen Lehrkräfte denn nun sein und was bedeutet Haltung zeigen? am 10. Juli 2026 auf großes Interesse.

Das halbtägige Angebot der PSE Stuttgart-Ludwigsburg im Rahmen des PSE-Querschnittsthemas Demokratiebildung brachte Lehramtsstudierende, Referendar:innen und Lehrpersonen aller Schularten zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen im schulischen Alltag: Wie können Lehrkräfte auf kontroverse oder demokratiefeindliche Äußerungen professionell reagieren? Wie gelingt es, den Anforderungen des Beutelsbacher Konsenses gerecht zu werden?

Nach einem gemeinsamen Einstieg führte ein Fachimpuls in die Grundlagen des Beutelsbacher Konsenses ein. In zwei praxisorientierten Workshop-Phasen arbeiteten die Teilnehmenden anschließend mit authentischen Fallbeispielen aus ihrem eigenen Schulalltag. Gemeinsam entwickelten sie Handlungsstrategien für den professionellen Umgang mit kontroversen Situationen und reflektierten ihre Rolle bei der Gestaltung einer demokratischen Schulkultur.

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden fielen durchweg positiv aus. Besonders geschätzt wurden die Verbindung wissenschaftlicher Grundlagen mit praxisnahen Fallbeispielen sowie der intensive Austausch zwischen Studierenden, Referendar:innen und erfahrenen Lehrkräften. Aufgrund der großen Nachfrage wird das Workshopformat im Januar 2027 erneut angeboten.